Konflikte tragen das Potenzial für Wachstum und Verbesserung in sich. Die Art und Weise, wie wir mit ihnen umgehen, bedeutet den Unterschied zwischen einer konstruktiven Lösung und langfristigen negativen Auswirkungen.
Viele Konflikte können durch Kommunikation, Verständnis und Kompromissbereitschaft gelöst werden. Einige Situationen jedoch erfordern eine formelle Auseinandersetzung, was folgende Frage aufwirft:
Welches Verfahren ist das geeignete für mich und meinen Konflikt?

Ein Blick auf vier der Schlüsselstrategien zur Lösungsfindung
1. Ziel und Zweck
Die folgenden Verfahren dienen unterschiedlichen Bedürfnissen und Kontexten, von streng rechtlichen bis hin zu tief persönlichen Angelegenheiten.
Mediation
Was: Mediation ist ein kooperativer Prozess, bei dem neutrale dritte Personen (MediatorInnen) den Konfliktparteien helfen, durch Kommunikation und Verhandlung eine einvernehmliche Lösung zu erarbeiten.
Warum: Mediation wird gewählt, weil sie sich durch einen konstruktiven und vertraulichen Prozess auszeichnet. Sie bietet allen Beteiligten die Möglichkeit, selbstbestimmt eine Lösung ihrer Konflikte zu finden.
Beispiel: Zwei Nachbarn streiten sich über die Grenzlinie ihrer Grundstücke. Sie wollen eine Lösung erarbeiten, die den Bau eines gemeinsamen Zauns ermöglicht.
Motivation: „Lass uns eine Mediatorin hinzuziehen, um unseren Grenzstreit fair und gemeinsam zu lösen.“
Gerichtsverfahren
Was: Ein Gerichtsverfahren ist ein formelles Verfahren basierend auf gesetzlichen Vorschriften, bei dem RichterInnen einen rechtsverbindlichen Entscheid über einen Konflikt/Sachverhalt treffen.
Warum: Gerichtsverfahren zielen darauf ab, einen rechtlich bindenden Beschluss zu erlangen, der auf Gesetzen und Rechtsprechung basiert. Sie sind formal und von BerufsrichterInnen (in bestimmten Verfahren unterstützt von Laien-RichterInnen) geführt.
Beispiel: Ein Kunde verklagt ein Unternehmen wegen eines defekten Produkts, das zu persönlichen Schäden geführt hat. Der Fall wird vor Gericht gebracht, wo ein Richter basierend auf dem Produkthaftungsgesetz entscheidet.
Motivation: „Das Gericht soll endgültig entscheiden, wer im Recht ist, damit der Schadensersatzanspruch geklärt wird.“
Schiedsverfahren
Was: Ein Schiedsverfahren ist ein Konfliktlösungsverfahren vor nicht-staatlichen Gerichten, die aufgrund der Initiative der Streitparteien zusammentreffen und bei dem SchiedsrichterInnen einen Schiedsspruch über den Streitfall aussprechen.
Warum: Ein Schiedsverfahren bietet eine schnellere, oft weniger formelle Alternative zum Gerichtsprozess, die dennoch zu einer rechtsverbindlichen Entscheidung führt. Schiedsverfahren sind vertraulich und können von den Parteien stärker kontrolliert werden, was die Wahl der SchiedsrichterInnen und die Verfahrensregeln betreffen.
Beispiel: Zwei Firmen mit einem internationalen Handelsabkommen haben einen Konflikt bezüglich der Leistungserfüllung. Sie entscheiden sich für ein Schiedsverfahren, um den Streit vertraulich und effizient zu lösen, ohne langwierige Gerichtsprozesse und unter Beachtung spezifischer Branchennormen.
Motivation: „Wir streben ein Schiedsverfahren an, um diesen Konflikt zügig und vertraulich zu lösen. Dabei können wir selbst die Zusammensetzung des Schiedsgerichts wählen und festlegen, nach welchem Recht verhandelt wird.“
Moderation
Was: Eine Moderation ist ein Prozess, bei dem neutrale dritte Personen (ModeratorInnen) Gruppenprozesse leiten, um die effektive Kommunikation und Entscheidungsfindung innerhalb dieser Gruppe zu fördern.
Warum: In der Moderation wird sichergestellt, dass alle Beteiligten gehört werden und ModeratorInnen unterstützen die Gruppe dabei, zu einer gemeinsamen Entscheidung zu kommen.
Beispiel: Ein Unternehmen führt einen Workshop zur strategischen Planung und Verbesserung der Kommunikation durch. Eine Moderatorin leitet die Sitzung, um sicherzustellen, dass alle Abteilungen ihre Ansichten gleichberechtigt einbringen können.
Motivation: „Ich werde eine Moderatorin für unseren Strategieworkshop engagieren, damit wir die Kommunikationsprobleme zwischen den Abteilungen klären und gemeinsam eine effektive neue Unternehmensstrategie entwickeln können.“
2. Entscheidende Kriterien im Verfahren
Die Wahl des Verfahrens in der Konfliktlösung ist entscheidend, da jedes Verfahren spezifische Stärken besitzt und unterschiedlich auf die Bedürfnisse und die Dynamik zwischen den Parteien eingeht.
Mediation
- Kosten
Mediation ist im Vergleich zu Gerichtsverfahren oft kostengünstiger, da die Gebühren für MediatorInnen und administrative Kosten in der Regel niedriger ausfallen und sich durch kürzere Verfahrensdauern begrenzen lassen. - Zeitrahmen
Die Dauer einer Mediation ist flexibel und kann, abhängig von der Komplexität des Konflikts und der Kooperationsbereitschaft der Parteien von wenigen Stunden bis zu einigen Wochen variieren. - Zugänglichkeit
Besonders wenn Programme kostenlose oder kostengünstige Dienste anbieten, ist Mediation ein zugängliches Verfahren. Mediation bietet aufgrund ihrer weniger formalen Natur die Möglichkeit, Sitzungen nach Bedarf zu planen und kann leichter an diverse Bedürfnisse und Zeitpläne der Parteien angepasst werden. - Kulturelle Sensibilität
Mediation bietet einen hohen Grad an kultureller Sensibilität, insbesondere wenn MediatorInnen in interkultureller Kommunikation geschult sind und den Parteien ermöglichen, ihre eigenen kulturellen Praktiken und Werte in den Lösungsprozess einzubringen. - Mediationsvereinbarung
Nachhaltigere Lösungen werden gefördert, da die Ergebnisse auf einem Konsens beruhen und die Bedürfnisse beider Parteien berücksichtigen. Die Eigenverantwortung und die aktive Beteiligung der Parteien bei der Lösungsfindung können zu einer höheren Zufriedenheit und einer besseren Langzeitumsetzung führen. - Rechtsverbindlichkeit
Eine Einigung der Parteien wird in einer schriftlichen Vereinbarung festhalten. Vor Gerichten kann dazu ein Vergleich geschlossen werden, der in Folge rechtlich durchsetzbar ist.
Beispiele:
Nachbarschaftskonflikte: Lärmbelästigung, Grenzstreitigkeiten
Scheidungsmediation: Aufteilung von Vermögen, Sorgerechtsvereinbarungen
Arbeitsplatzkonflikte: Mobbing, Konflikte zwischen MitarbeiterInnen oder zwischen Management und MitarbeiterInnen
Wirtschaftsmediation: Streitigkeiten zwischen GeschäftspartnerInnen, Vertragsstreitigkeiten
Schulmediation: Konflikte zwischen SchülerInnen, zwischen LehrerInnen und SchülerInnen oder zwischen Eltern und der Schule
Gerichtsverfahren
- Kosten
Gerichtsverfahren können finanziell anspruchsvoll sein, da sie neben den variablen Gerichtsgebühren auch signifikante Anwaltskosten und Auslagen für ZeugInnen oder Sachverständige umfassen. - Zeitrahmen
Die Dauer eines Gerichtsverfahrens ist oft ungewiss und kann je nach Komplexität des Falles, Auslastung der Gerichte und Ergreifung von Rechtsmitteln von mehreren Monaten bis zu mehreren Jahren reichen. - Zugänglichkeit
Gerichtsgebäude sind zwar oft physisch zugänglich, die hohen Kosten und die Komplexität des Rechtssystems können abschreckend wirken. - Kulturelle Sensibilität
Das formale Gerichtssystem kann für Menschen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen als wenig sensibel empfunden werden, da es gesetzesbasiert ist und weniger Raum für individuelle und kulturelle Besonderheiten lässt. - Urteile
Die Durchsetzbarkeit von rechtskräftigen Urteilen ist hoch. Die Akzeptanz der Entscheidung durch die unterlegene Partei kann mitunter gering sein, da gerichtliche Urteile das zugrunde liegende Problem oder die Beziehung zwischen den Parteien nicht immer nachhaltig lösen können. Dies birgt mitunter die Gefahr weiterer Konflikte. - Rechtsverbindlichkeit
Rechtskräftige Gerichtsurteile sind verbindlich und durchsetzbar. Sie besitzen eine hohe Autorität und deren Nichtbeachtung kann rechtliche Sanktionen nach sich ziehen.
Beispiele:
Zivilverfahren: Vertragsstreitigkeiten, Schadensersatzklagen
Strafverfahren: Diebstahl, Körperverletzung, Betrug
Familiengericht: Ehescheidungen, Unterhaltsforderungen, Sorgerechtsstreitigkeiten
Verwaltungsgericht: Streitigkeiten mit Behörden, Anfechtung von Verwaltungsakten
Insolvenzverfahren: Abwicklung von insolventen Unternehmen, Verfahren zur Schuldenregulierung
Schiedsverfahren
- Kosten
Schiedsverfahren können durch hohe Honorare und Verwaltungskosten, die oft über denen traditioneller Gerichtsverfahren liegen, kostspielig sein. - Zeitrahmen
Schiedsverfahren bieten den Vorteil schnellerer Lösungen im Vergleich zu herkömmlichen Gerichtsverfahren mit Zeitrahmen, die typischerweise von einigen Monaten bis zu einem Jahr reichen. - Zugänglichkeit
Die Zugänglichkeit von Schiedsverfahren ist oft eingeschränkt durch die Notwendigkeit spezieller Vereinbarungen. Die Auswahl von Schiedsorten und Verhandlungssprachen kann allerdings die Zugänglichkeit verbessern. - Kulturelle Sensibilität
Schiedsverfahren können eine höhere kulturelle Sensibilität ermöglichen, da die Parteien die Freiheit haben, das anwendbare Verfahrensrecht sowie SchiedsrichterInnen zu wählen, die mit den relevanten kulturellen Kontexten vertraut sind. - Schiedsspruch
Schiedssprüche sind rechtsverbindlich und endgültig. Schnellere Entscheidungsfindung kann den Konflikt verkürzen, was die Beziehungen weniger belastet und zu nachhaltigeren Lösungen beiträgt. - Rechtsverbindlichkeit
Die Entscheidungen eines Schiedsgerichts sind rechtlich bindend und durchsetzbar.
Beispiele:
Internationale Handelsstreitigkeiten: Streitigkeiten aus grenzüberschreitenden Kaufverträgen, Lizenzverträgen
Sportrecht: Streitigkeiten zwischen Sportlern und Verbänden oder Sponsoren
Bauwesen: Streitigkeiten aus Bauverträgen, Verzögerungen und Baumängel
Öl- und Gasindustrie: Streitigkeiten über Förderrechte, Investitionsstreitigkeiten
IT und Telekommunikation: Streitigkeiten über Softwarelizenzen, Dienstleistungsverträge
Moderation
- Kosten
Moderationsverfahren sind in der Regel günstiger, da sie geringere Gebühren für ModeratorInnen und minimale administrative Kosten aufweisen. - Zeitrahmen
Die Dauer eines Moderationsverfahrens ist typischerweise kurz, oft nur ein bis mehrere Tage, was eine schnelle Konfliktlösung ermöglicht. - Zugänglichkeit
Moderationsverfahren sind besonders zugänglich und flexibel, da sie an verschiedenen Orten und zu Zeiten stattfinden können, die für alle Beteiligten günstig sind. - Kulturelle Sensibilität
Moderationsverfahren fördern kulturelle Sensibilität, indem sie den beteiligten Parteien ermöglichen, ihre individuellen kulturellen Ansichten einzubringen und diese in einer respektvollen Atmosphäre zu erörtern. - Maßnahmenkatalog
Die durch Moderation erreichten Lösungen können sehr nachhaltig sein, da der Prozess auf Konsens und kollektiver Entscheidungsfindung beruht. Die Einbindung aller Beteiligten und das Streben nach gemeinsamen Zielen fördern die Akzeptanz und Umsetzung der erarbeiteten Lösungen. - Rechtsverbindlichkeit
Die in Moderationsprozessen erzielten Ergebnisse sind nicht rechtsverbindlich. Sie dienen eher als Vereinbarungen oder Pläne zur weiteren Umsetzung durch die Beteiligten, ohne dass eine rechtliche Durchsetzung vorgesehen ist.
Beispiele:
Workshops: Erarbeitung neuer Unternehmensstrategien, Entwicklungsplanung
Großgruppenveranstaltungen: BürgerInnen-Beteiligungen, Stadtentwicklungsprojekte
Projektmeetings: Koordination interdisziplinärer Projektteams, Lösung von Projektproblemen
Konferenzen: Panels und Diskussionsrunden effektiv führen
Teammeetings: Verbesserung der Teamdynamik, Zielsetzungsdiskussionen
3. Konfliktparteien im Verfahren
In jedem Verfahren spielen die Parteien eine spezifische Rolle, die den Rahmen und die Ziele des jeweiligen Ansatzes widerspiegelt, wobei das Spektrum von hochaktiver Teilnahme und Eigenverantwortung (wie in Mediation) bis zu mehr passiven Rollen mit Vertretung durch ExpertInnen (wie in Gerichtsverfahren) reicht.
Mediation
- Parteien sind in eigener Verantwortung direkt an der Lösungsfindung beteiligt und nehmen daher eine sehr aktive und selbstbestimmte Rolle im Verfahren ein. Bei ihnen liegt die inhaltliche Expertise, das heißt sie entscheiden welche Themen in der Mediation besprochen werden.
- MediatorInnen sind verantwortlich für den strukturellen Rahmen, d.h. sie unterstützen den Prozess ohne eigene Interessen. Sie sind neutral und allparteilich gegenüber den Parteien.
Freiwilligkeit: Die Teilnahme an einer Mediation ist bis auf wenige gesetzlich geregelte Ausnahmen, für alle Parteien freiwillig und kann von jeder Partei jederzeit beendet werden.
Berücksichtigung emotionaler Bedürfnisse
In der Mediation haben emotionale Bedürfnisse der Parteien einen hohen Stellenwert. MediatorInnen arbeiten daran, ein unterstützendes Umfeld zu schaffen, in dem alle Parteien ihre Sichtweisen äußern können und fördern damit die empathische Kommunikation.
Gerichtsverfahren
- Die Beteiligung der Parteien im Gerichtsprozess ist durch formale Prozeduren und rechtliche Rahmenbedingungen strukturiert. Die eigentliche Rolle der Parteien beschränkt sich oft darauf, Informationen zu liefern und als ZeugInnen auszusagen. Sie haben jedoch wenig direkten Einfluss auf den Prozessverlauf selbst. Im Verfahren erfolgt ein Großteil der Kommunikation über rechtlichen Vertretungen.
- RichterInnen tragen die Verantwortung für die Verfahrensleitung (Bsp.: Beweisaufnahme) und Entscheidungsfindung. Sie sind weisungsfrei, unabhängig, unversetzbar und unabsetzbar.
Freiwilligkeit: Die Teilnahme am Verfahren sowie die Annahme des Urteils ist für die beklagte Partei nicht im freiwilligen Ermessen.
Berücksichtigung emotionaler Bedürfnisse
Der Schwerpunkt liegt auf rechtlichen Argumenten und Beweisen und der formelle Prozess lässt wenig Raum für emotionale Erwägungen. Dies kann für die Beteiligten Stress bedeuten und emotional belastend sein, insbesondere in persönlich bedeutsamen Fällen wie Scheidungen oder Sorgerechtsstreitigkeiten.
Schiedsverfahren
- Parteien treffen meist vertraglich eine Schiedsvereinbarung für alle oder einzelne Rechtsstreitigkeiten, die zwischen ihnen entstanden sind oder zukünftig entstehen. Dies beinhaltet eine Regelung hinsichtlich der Wahl der SchiedsrichterInnen und des Verfahrensrechts, der Verfahrensgestaltung sowie des anwendbaren Rechts. Parteien können anwaltlich vertreten sein. Im Verfahren selbst sind Parteien ähnlich beteiligt wie in einem regulären Gerichtsverfahren.
- SchiedsrichterInnen sind verantwortlich für die Verfahrensleitung. Sie bringen spezifische Fachkenntnisse bezüglich des Streitgegenstands ein. SchiedsrichterInnen sind unparteiisch und unabhängig.
Freiwilligkeit: Schiedsverfahren erfordern eine vorherige Vereinbarung zwischen den Parteien, sich diesem Verfahren zu unterwerfen, und sind somit bedingt freiwillig. Sie sind eine freiwillige Alternative zum staatlichen Zivilprozess.
Berücksichtigung emotionaler Bedürfnisse
Ähnlich wie bei Gerichtsverfahren liegt der Schwerpunkt des Schiedsverfahrens auf der rechtlichen Lösung von Konflikten.
Die stärkere Mitwirkung der Parteien hinsichtlich der Zusammensetzung des Schiedsgerichts und des anzuwendenden Rechts sowie die schnellere Verfahrensdauer können den emotionalen Stress im Vergleich zu Gerichtsverfahren reduzieren.
Moderation
- Die Beteiligung der Teilnehmenden bei einer Moderation ist stark dialogorientiert und basiert auf Zusammenarbeit. Moderationen kommen üblicherweise in organisatorischen Settings, Workshops oder Diskussionsrunden zum Einsatz.
- ModeratorInnen bringen ihre Expertise mit Bezug auf Gruppenprozesse ein. Die inhaltliche Expertise liegt bei den TeilnehmerInnen. ModeratorInnen stellen sicher, dass faire und effiziente Diskussionsprozesse gewährleisten werden, ohne selbst inhaltliche Beiträge zu leisten.
Freiwilligkeit: Je nach Kontext kann die Teilnahme an einer Moderation freiwillig oder zur Problemlösung im Arbeitsumfeld von ArbeitgeberInnen gewünscht sein. In diesem Fall kann die Verweigerung der Teilnahme Konsequenzen nach sich ziehen.
Berücksichtigung emotionaler Bedürfnisse
In Moderationen findet vor allem eine Sachklärung/Problemlösung statt. Auf Gefühle oder Bedürfnisse der Teilnehmenden wird im Vergleich zur Mediation nicht eingegangen. Dennoch berücksichtigen ModeratorInnen emotionale Aspekte, indem sie für eine offene und respektvolle Kommunikation zwischen den Teilnehmenden sorgen.
Neben den vier vorgestellten Verfahren gibt zahlreiche weitere effektive Methoden zur Bewältigung innerer und äußerer Konflikte, zum Beispiel Beratung, Supervision, Schlichtung oder Therapie.
Fazit
In vielen Jahren beruflicher Tätigkeit und eingebunden in soziale Systeme bin ich nicht von Konflikten verschont geblieben. Aus diesen Erfahrungen habe ich eine wesentliche Erkenntnis gewonnen: Der Schlüssel zum Erhalt einer Beziehung selbst in Konfliktsituationen liegt nicht primär in der Wahl des Lösungsverfahrens, sondern darin, die Kommunikation auch in schwierigen Momenten fortzusetzen. In Fällen, wo mir das gelungen ist, fand ich nicht nur Lösungen, sondern konnte auch die Beziehung zu anderen bewahren.










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